Barcamp 2018

Nachlese zum Barcamp YOUR HISTORY 2018

Das war das Barcamp YOUR HISTORY 2018: Über 100 Teilgebende aus ganz Deutschland haben am 30.11. und 1.12.2018 gemeinsam 35 Sessions zum Thema „Migration und Erinnerungskultur“ gestaltet. Hier findet ihr auf einen Blick was auf dem Barcamp erarbeitet, diskutiert und ausprobiert wurde. Und was ihr verpasst habt, wenn ihr nicht da wart.

35 Sessions in 37 Plakaten

Auf dem Barcamp haben wir zwei Tage lang erkundet, was „Migration und Erinnerungskultur“ gegenwärtig ausmacht und wie unsere Erinnerungslandschaft zukünftig gestaltet sein sollte. Wir haben uns mit Vielfalt in analogen und virtuellen Museen und Gedenkstätten beschäftigt, inklusive Materialien und Methoden zusammengetragen und ausprobiert.

Das Herzstück unseres Barcamps waren 35 Workshop-Sessions, die in insgesamt sieben Sessionsrunden von den Teilgebenden selbst vorgeschlagen und moderiert wurden. Die Angebote waren dabei denkbar vielfältig. 
Hier fünf Beispiele, die euch einen Einblick in die Bandbreite geben:
 

1. Film: Wie kann ein niedrigschwelliger, personenzentrierter Zugang zum Thema Flucht und Migration geschaffen werden? Durch Filme, die die Geschichten und Erfahrungen von Betroffenen erzählen. „Driften – 14 Menschen im Portrait“ ist so ein Film, kommt aus Deutschland und wurde auf dem Barcamp vorgestellt.

 

2. Lego: Kinderspielzeug? Ja, aber auch serious play. Die bunten Steine, der Akt des gemeinsamen Bauens und das Austauschen über die kleinen Bauwerke liefern Gesprächsanlässe und plastische Visualisierungen. Ideen und Empfindungen werden sichtbar, Sprachhürden können überwunden werden. Spannender Ansatz zur Reflexion und Ideenentwicklung – auch für die historisch-politische Bildung.

 

3. Stadtteilmütter aus Neukölln: Frauen mit und ohne Migrationshintergrund helfen sich gegenseitig. Als „Stadtteilmütter“ leisten sie ehrenamtliche Elternberatung, begleiten einander bei Behördengängen, organisieren aber auch Gedenkstättenbesuche zur Aufarbeitung der (eigenen) Geschichte. „Einmischen statt wegschauen“, war die Botschaft der Sessiongeberinnen, die aus ihrem Leben und ihrer Arbeit berichteten.

4. Arbeitsbedingungen in der historisch-politischen Bildungsarbeit: Gerade politische Bildungsarbeit wird häufig auch aus idealistischen Gründen betrieben. Das wirkt sich nicht selten auf die Arbeitsbedingungen und auch die Entlohnung aus. Wie man diese Situation individuell und kollektiv aus der Sicht Betroffener verändern kann, war Gegenstand der Diskussion dieses Workshops.


5. Comic: Wie können Comics in der historisch-politischen Bildung eingesetzt werden? Was ist ein Comic überhaupt, welche Mal- und Zeichentechniken gibt es? Sessiongeber Emanuel Barica hat in der Comic-Kunst seine eigene Identität gefunden, seinen berührenden Comic „The Night of the Violins“ vorgestellt – und seine Erfahrungen und Know-How ganz praktisch an die Teilnehmenden weitergegeben.

 

Alle Sessions wurden mit Protokollplakaten dokumentiert. Auf den Plakaten wurden Herausforderungen, Fragen, Erkenntnisse, Ideen und To Dos festgehalten. Hier könnt ihr euch durch alle Plakate (und ein Tafelbild) klicken:

Die schönsten Fotos (also einige davon)

Wir haben viel diskutiert und ausprobiert, uns vernetzt und gemeinsam gefeiert. Das zweitägige Barcamp hatte viele schöne Momente. Das zeigen auch die Bilder unserer fleißigen Fotografin Lena Siebrasse. Über 400 Fotos umfasst ihre Best-Of(!)-Datei. Wir haben uns mit viel Freude durch das Album geklickt, euch eine Auswahl zusammengestellt und wünschen viel Spaß beim Schmökern!